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Die Eisenbahnen des Regionalverkehrs Ruhr-Lippe (RLG)

Die Röhrtalbahn

Die Röhrtalbahn  Neheim-Hüsten - Sundern ist heute Teil der NE-Bahn "Regionalverkehr Ruhr-Lippe". Die 14 km lange Strecke wurde am 01.06.1900 durch die Westdeutsche Eisenbahngesellschaft gegründet und sollte sogar noch weiter gebaut werden. Der 1. Weltkrieg verhinderte diese Planungen. 1925 kam die Strecke zur "AG für Verkehrswesen" und wurde durch die Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft betrieben. So kamen auch hier bei Privatbahnen beliebten Dampfloks der Bauform "ELNA" zum Einsatz. Beim Bau der Sorpetalsperre kam der Bahn besondere Bedeutung zu. Bei Stemel zweigte ein eigenes Baugleis ab.

Ab 1966 wurde der Personenverkehr nach und nach auf Busse umgestellt, der Schienenpersonenverkehr am 20.12.1977 schließlich ganz eingestellt. 1978 kam die Strecke zur Ruhr-Lippe-Eisenbahn AG und ging schließlich 1979 in der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH auf.

Bis in die 90-er Jahre lebte die Strecke vornehmlich vom umfangreichen Stückgutverkehr nach Sundern sowie von den metallverarbeitenden Betrieben des Röhrtals, die sogar mit Kulemeyer-Fahrzeugen auf der Straße bedient wurden.

Ab 1996 ging mit der Aufgabe des Stückgutverkehrs auf der Schiene und weiteren Kürzungen des Schienengüterverkehrs bei der DB bei der DB das Aufkommen spürbar zurück. Nach einem letzten großen Aufkommen durch das Sturmtief Kyrill (Holzverkehr) im Jahre 2007, liegt das Verkehrsaufkommen nur noch im sehr geringen Bereich.

Allerdings gibt es konkrete Planungen zur Reaktivierung des Schienenpersonenverkehrs. Ein einschlägiges Gutachten fiel positiv aus. Wann die Umsetzung erfolgt, ist noch offen.